tirol tourismus trends
So lautete der Titel des Vortrages von Harry Gatterer anlässlich des Tiroler Tourismustages auf der FAFGA, der ein Bild von Veränderungen (Trends) von jungen Zielgruppen nachzeichnete.
Nicht ganz einfach, Botschaften bezüglich “Zukunft und Jungen in Tirol” bei den Tiroler Touristikern zu platzieren. Da es auch meine Überzeugung ist, dass Veränderung passiert, ob man nun will oder nicht, möchte ich ganz kurz die Inhalte wiedergeben. Ausführlicher berichtet Herr Gatterer in seinem Weblog “Lifestyle & New Work” über seine Ansichten…
Tradtion und Moderne
gelte es zu erkennen und zu verbinden. Harry Gatterer macht dies mit Bildern bekannter Persönlichkeiten transparent: Der Wechsel vom H.Hinterseer zum M.Weichselbraun-Image.
Wie bei allen Marken muss es auch hier gelten, den Kern und Werte zu bewahren. Also Tradition und Authentizität mit einem neu interpretierten coolen Image zu mixen.
Individualisierung
Kein ganz neuer Trend, aber ein wichtiger, weil ein “Megatrend”, der die Gesellschaft längst formt. Auch Destinationen sind lt. H.Gatterer aufgefordert die “Begehrlichkeit nach dem Außergewöhnlichen”, dem besonderen Erlebnis zu bieten. Spezielle Angebote, die es nur an diesem Ort gibt und die vom Gast individuell kombiniert (”zusammen gebastelt”) werden können. D.h. also: Der Gast kann selbst mitgestalten und ein bestehendes Angebot adaptieren.
LOHAS
Die Zielgruppenbeschreibung von “Lifestyle of Health and Sustainablity” habe nichts mit dem alten, schmuddlingen grün-alternativ Image zu tun. Gesundheit und Nachhaltigkeit stehen hoch im Kurs, dennoch denkt die Zielgruppe in Modernität und Design. Daher gelte es modern und bio zusammen zu führen.
WEB
Die Revolution des WWW dauert seit 5000 Tagen. Ebenso eingehend wie die Veränderung der Mediennutzung ist auch die Menge von unüberschaubaren Informationen gewachsen.
Eine Vielzahl von Informationen bedingt, dass “Suchen von zufällig finden abgelöst wird”. Es geht lt. Harry Gatterer darum, was man getan werden kann um gefunden zu werden - also um Suchlogiken und Suchlogarithmen.
Und dann gelte es etwas anzubieten, was nicht jeder andere hat - sondern ein klares Angebot mit individueller Note.
Letzteren Themenbereich - DEN Megatrend, der Wirtschaft und Gesellschaft seit Jahren massiv beeinflusst - behandelte ich im Rahmen meiner Diplomarbeit in seiner Ausprägung des Social Web ausführlich (mit Tourismusbezug). Nach meinen Recherchen zum Thema sind mir der bereits vollzogene Mediennutzungswandel inkl. einiger der sich dort abzeichnenden neuen “Trends” wie Couchsurfiing (die neue Art des Wohnens bei Mitgliedern einer Community mit entsprechendem persönlichen Anschluss) bekannt.
Spätestens bei der Präsentation dieses Beispieles durch Harry Gatterer wurde spürbar, dass die Touristiker mit diesen neuen Phänomenen entweder noch nicht vertraut sind oder nicht wirklich etwas anfangen können… Und diese neuen Bedürfnisse mit/ohne Anschluss (die von Harry Gatterer auch vorgestellten Nomad-Homes bieten diesen nicht) gilt es - als Hotelier und Destination - zu beobachten.
Hoffentlich finden weitere Vorträge dieser Art bei Touristikern statt - damit diese neuen Denk- und Verhaltensweisen langsam auch hierzulande einsickern können.
Wichtig wär’s allemal, seine zukünftigen Zielgruppen zu verstehen…
Veränderung geschieht - JETZT.
Tiroler Tourismustag auf FAFGA
Gestern verfolgten die versammelten Tiroler Touristiker am Tourismustag der FAFGA, welche Weichenstellungen die Politik (LH Günther Platter) und welche Trends die Tiroler Wirtschaftskammer für den Tiroler Tourismus postulieren.
Nach launigen Aufrufen von Spartenobmann Gotthard Scheiber zum Alpen-Zusammenschluss, Pro-Großevents, Wasserkraft und Saisonier-Öffnung forderte WK-Präsident Jürgen Bodenseer den Geschmack der Kunden zu treffen und zur Stärkung der Marke Tirol auch auf Klischees zu setzen.
LH Platter forderte ein Zusammenrücken unter dem Markendach Tirol und will den erfolgreichen (Tiroler) Weg seiner Vorgänger fortsetzen. Dabei wolle er keine neuen Fusionen anstreben, stellte aber auch klar, dass es keine rückwärtsgewandte Entwicklung geben werde.
Seine Sicht der Tourismus-Dinge machte LH Platter, der sich zu Tourismus als Chefsache bekannte, mit seinen 12 “Thesen” klar. Ihre Zielrichtung sei vorgeben aber ihre inhaltliche Ausgestaltung wolle er konstruktiv und praxiszentriert diskutieren.
Mehr dazu unter dem TT Online-Artikel Platter will Olympia, Rüffel für Ö-Werber
Trendforscher Harry Gatterer zeigte, auf welchen Trends der Generationenwechsel der Tourismuskunden im Tourismus basiert. Seine Ausführungen über die jungen Themen und Kunden portraitiere ich im Folgebeitrag.
Prooms: Österreichs Antwort auf Couchsurfing
Prooms -kurz für private rooms - gehört eindeutig in die Rubrik “I´m loving it!”
Private Vermieter bieten auf PROOMS leerstehende Zimmer oder Wohnungen an - es kann aber auch eine Couch sein.
Die benutzerfreundliche Handhabung steht im Vordergrund der Web 2.0-Plattform, die gefällt. Ab 18 Jahre kann jeder mitmachen, der eine verfügbare private Unterkunft hat und eine Kreditkarte besitzt (Visa oder Mastercard).
Anbieten und Suchen ist kostenlos, lediglich für erfolgreiche Buchungen fällt eine Vermittlungsgebühr an.
Das Wichtigste gibt es auf den ersten Blick: Ort, Unterkunft für X Personen, (Nicht-)Raucher, Preis
Den Rest bei Klick:
- Fotos, Hintergrundinformationen und Bewertungen der Unterkünfte helfen bei der Auswahl.
- Google Map liefert zusätzliche Informationen zu Standort und Umgebung des Quartiers.

Seit Februar 2008 “wurden bereits mehr als 1.000 Betten registriert, die auf Deutsch oder auf Englisch zu finden sind”, erklärt prooms-Geschäftsführer Christof Hofstätter.
Die Promotion kommt nun auch nicht mehr zu kurz:
Website-Betreiber können mit einfachem Tool kostenlose Zimmersuche anbieten und der via prooms-Blog wird ein Such-Widget angeboten, das Betreiber in den eigenen Online-Auftritt integrieren können.
Ein tolles Projekt des Geschäftsführers mit Tourismus-Studium, der von den Möglichkeiten der Neuen Medien fasziniert ist. Gemeinsam mit der Online-Agentur ovos media consulting begann Hofstätter Anfang 2007 mit der technischen Umsetzung des Projekts. Das gesetzte Ziel: das Online-Angebot bis zur Fußball-Europameisterschaft als preiswerte, benutzerfreundliche Alternative zum herkömmlichen Tourismusmarkt zu platzieren.
Nun wird prooms wird nach der Euro 2008 fortgeführt – als Plattform, die gerade bei Großveranstaltungen zusätzliche Kapazitäten schafft und es Gastgebern ermöglicht, zu Urlaubszeiten mit den eigenen vier Wänden Geld zu verdienen.
In Grundzügen erinnert die Idee an die Erfolgsgeschichte von Couchsurfing, die 1999 begann und deren jugendliche Zielgruppe in den neuen Medien hoch aktiv ist. CouchSurfing hat mehr ale eine halbe Million Mitglieder in 226 Ländern und berichtet von einer aktiven Beteiligung der Mitglieder, die einen Schlafplatz anboten von weit über 30 %.
Das bedeutet wohl auch gute Aussichten für Prooms :-) findet,
Petra Liebl
PS: Das fand wohl auch Krems Research - Gratulation auch zur Auszeichnung als innovatives eTourismus durch Krems Research - hier geht es zum Beitrag dazu am Prooms Blog
Quellen: Daily Net, Prooms Blog
Tiroler Adler mit Weitblick
Nun ist es so weit - nach wochenlanger Sichtung touristischer Weblogs & Wikis & Networks möchte ich hier einzelne vorstellen, die mir aufgefallen sind.
Das erste ist ein Weblog, das auffällig ungeschminkt daherkommt, alles Notwendige bietet und wohl Nutzen für Kunden, die Region und das Unternehmen schafft. Die Rede ist vom Tiroler Adler Blog oder auch PillerseeTal Blog.

Schon der erste genial einfache Gedanke: Ein Hotel nimmt sich der Highlights des Tales an - und profitiert durch den Rückkehrschluss von Tal auf das Hotel. Zur Erklärung: Durch Indexierungen der Beiträge wird das Blog in Suchmaschinen auch bei der Suche nach Pillerseetal höher gereiht.
Das Weblog zeigt, …
dass es nicht um technische Raffinessen oder Designpreise geht.
Die Seite ist einfach gehalten: Übersichtlich , die Personalisierung rechts zeigt, wer spricht - bzw. schreibt.
dass der Aufwand überschaubar ist:
In einem Jahr wurden 55 Beiträge verfasst und 22 Kommentare. Das geht sich selbst “in der Saison” noch aus.
dass Themen leicht zu finden sind.
Die News & Highlights aus dem PillerseeTal by Florian umfassen - Allgemeines: Bergdorf und Erlebnisregion ebenso wie
- Sportliches: Biketouren und Bogensport
- Unternehmensbezogenes: Aktiv-Hotel, Angebote und Specials
Für Fremdsprachige (das Blog ist natürlich in deutscher Sprache verfasst) gibt es noch je 1-2 Beiträge auf English und Italiano … die wären sicher noch ausbaufähig, wenn die angesprochene Zielgruppe auch fremdsprachig ist.
Die Durchführung dazu ist einfach, auch ohne ein Weblog zweisprachig führen zu müssen: Den deutschen Beitrag einfach gleich darunter auch in der Fremdsprache übersetzen und zusätzlich in einer Kategorie zB “English” ablegen.
All in all: Super-Sache! Nach Durchsicht ist mir kristallklar, warum Florian für seine Initiative Anfang des Jahres bei der eTourismusmesse ENTER 08 den “Sonderpreis Web 2.0″ verliehen bekam.
Dazu finden Sie aber mehr direkt unter Crystal Web Award geht nach Waidring
Weiter so - finde die GPS-Touren spitze, die gerade eingestellt werden… Ein guter Grund mal nach Waidring zu kommen, um sie auszuprobieren! Finden Sie nicht auch?
Ihre Petra Liebl
Urlaub in Flash
Hier “regeln” Sie Ihr Urlaubserlebnis ganz nach Ihren Wünschen. VIEL VERGÜGEN…

Wenngleich die Nutzer keine eigenen Beiträge einbringen können -> es ist trotzdem super :-)
Danke für den Tipp, Georg!
Petra