Analyse für Social Web Strategie
Forrester hat sich damit beschäftigt, welche Annäherung die richtige ist, um Menschen via Social Web zu erreichen. Denn wie immer geht es ja nicht um den Einsatz der Werkzeuge (welche Anwendungen auch immer) - sondern um das Erreichen eines Marketingziels. Nach der alten Schule fängt man sogleich an eine “Zielgruppe”ausfindig zu machen und wie diese (massen)medial oder durch Direktansprache zu erreichen ist - im Social Web ist die Annäherung eben nicht über Massenansprache. Wie geht man vor?
Ausgehend von meinem Ziel frage ich also: Wenn ich Social Media benutze und dort meine Zielgruppe antreffe, welche Art von Beziehung kann ich dort aufbauen, für die die Zielgruppe bereit ist? Forrester hat dafür Social Computing Verhalten in eine Leiter mit sechs Stufen der Partizipateon unterteilt. Wird eine Gruppe gemäß ihrer Partizipationsstufden beschrieben, nennt man dies “Social Technographics”. Jedes Unternehmen bzw. jede Marke sollte demzufolge seine Social Web Strategie auf diesem Profil aufbauen.
Jeder kennt das 90/9/1-Prinzip, das von 90 % Visitors, 9 % Editors und 1 % Creators ausgeht. Die Altimeter Group hat dazu mit der “Beteiligungspyramide” ein wesentlich verfeinertes Modell aufgestellt, das beim Durchspielen der Varianten behilflich ist.
Für die Social Web Strategie stellen sich nun die Fragen: Welche Inhalte sehen / teilen / kommentieren / produzieren oder moderieren meine Zielgruppen? Und daher - wo kann ich sie auf welche Art treffen bzw. ansprechen? Und welche Art des Engagements passt zu uns und können wir auch handeln?
WATCHING:
Wenn also meine Frauenzielgruppe ab 30 auf YouTube gerne Filme zu einem bestimmten Thema ansieht - kann ich dieser Gewohnheit der Gruppe folgend, dort zielführende Inhalte zu diesem Themenkreis anbieten?
SHARING:
Wenn die Zielgruppe Statusmeldungen veröffentlicht - kann ich dort Wissenswertes veröffentlichen, das dort von ihnen verfolgt oder sogar als Peers aufgegriffen und weiter verteilt wird? Weiters man wird auf seiner Seite Sharingtools einbinden und Verknüpfungen zu Facebook, Twitter herstellen - und eventuell sogar mit Belohnungssystemen arbeiten.
COMMENTING:
Bei einer Zielgruppe, die es gewohnt ist, ihre Meinung zu Beiträgen oder Produkten sagen zu können - auch um diese zu bewerten - wird der Zugang spannender und bei einer aktiven Gruppe auch aufwändiger durch notwendige Beantwortung und Betreuung.
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